Gemeinde Weinähr
Gemeinde Weinähr
... im schönen Gelbachtal

Ortsgemeinde Weinähr

Blick vom Gipfelkreuz Etwa 1 km vor der Einmündung des Gelbaches in die Lahn liegt in einer weiten Talaue der Fremdenverkehrsort Weinähr. Seinen Namen hat das Dorf von dem lateinischen Namen des Gelbaches, der Anara hieß. Das Dorf hieß Anre. Im 15. Jahrhundert kam ein anderer Ortsname Sygelanre (Sigelanre) und Siegelähr (Siegellähr) auf. Es wird aber auch ebenso oft, besonders bei Eintragungen in deutscher Sprache, der Name Weynähr genannt, der seinen Ursprung und seine Bedeutung von dem hier betriebenen Weinbau hat. Neben dem Weinbau hatte der bis 1955 im Lahn- und Gelbachtal betriebene Bergbau große wirtschaftliche Bedeutung. Seit etwa 1920 wurde von den Bürgern der Gemeinde Weinähr in großem Stil Erdbeeranbau betrieben. Dies brachte dem Dorf die Bezeichnung „Wein- und Erdbeerdorf" ein. Derzeit ist der Fremdenverkehr ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Gemeinde. In den ortsansässigen Hotels, Gaststätten und Pensionen werden jährlich etwa 5.000 Gäste beherbergt und etwa 25.000 Übernachtungen gezählt. Auf einer Fläche von ca. 1 ha wird auch heute noch Weinbau betrieben. In der Gemeinde Weinähr leben derzeit 511 Einwohner. Das gemeindliche Leben wird mit geprägt von folgenden Vereinen: Freiwillige Feuerwehr, Weinährer Schnooge, Schützenverein, Tennisclub, Turn- und Spielvereinigung, Verein für Heimat und Touristik. Stolz ist die Gemeinde auf den Bestand an Fachwerkhäusern im Ortskern, mit dem spätgotischen Rathaus aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, das in den Jahren 1991 bis 1994 grundlegend restauriert wurde. Zur Schaffung von Wohnraum und zur Verbesserung der Wohnqualität hat die Gemeinde in der Zeit von 1985 bis 1987 ein Baugebiet mit 30 Bauplätzen erschlossen. Die Gemeinde Weinähr ist verschwistert mit der englischen Gemeinde Wilbarston in der Grafschaft Northampton.
 
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